Hintergrund

Das Coburger Designforum Oberfranken bietet jungen Gestaltern aus Europa die Möglichkeit, sich im Rahmen des Workshops Lichteinfall auszutauschen. Damit wird eine alte Tradition fortgeführt:

Internationale Beziehungen haben in der Geschichte Oberfrankens schon immer eine große Rolle gespielt. Im 19. Jahrhundert hat das Coburger Herzogshaus durch Heirat enge verwandtschaftliche Bande mit zahlreichen europäischen Königshäusern geknüpft – ein Beispiel ist die Verbindung von Prinz Albert und Queen Victoria. Das hat die Region seinerzeit zu einer Drehscheibe des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandels in Europa werden lassen.

Prinz Albert ist ein Symbol für dieses internationale Wirken: Von ihm ging die Initiative zur Londoner Weltausstellung 1851 aus. Damals wurde auch der Grundstein für eine vielfältige, auf internationale Märkte ausgerichtete Wirtschaftsstruktur gelegt. Die auch heute noch Bestand hat: In der oberfränkischen Region haben zahlreiche bedeutende Unternehmen ihren Firmensitz. Dazu zählen zum Beispiel die Rosenthal AG in Selb sowie Loewe in Kronach. Beide Unternehmen stehen darüber hinaus für einen hohen Designanspruch. Design wird in Oberfranken auch n anderer Hinsicht hoch gehalten: Die Coburger Designtage, die seit 1989 jährlich stattfinden, wollen das Thema Design einer breiten Zielgruppe zugänglich machen. Neben Fachleuten aus der Branche soll damit vor allem auch der, normale Konsument“ angesprochen werden. Mittlerweile sind die Coburger Designtage ein überregional bedeutendes Ereignis.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und mit der Erweiterung der Europäischen Union nach Osten gewinnt die ehemalige Grenzregion eine ganz neue Bedeutung. Sie rückt sozusagen geographisch mitten ins Geschehen. Oberfranken hat damit die Chance, wieder aktiv am europäischen Wandel teilzunehmen und eine ähnlich bedeutende Rolle wie im 19. Jahrhundert zu spielen. Die Region und ihre räumliche Nähe zur tschechischen Republik signalisiert darüber hinaus mit dem Workshop Lichteinfall Offenheit und die Bereitschaft, sich mit den osteuropäischen Nachbarländern auszutauschen. Für diese Verbindung zwischen Tradition und Fortschritt steht beispielhaft der Schirmherr dieser Veranstaltung, Seine Hoheit Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha.

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